Gemeinde Falkenhagen (Mark)

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Telefon (033603) 55551
Telefax (033603) 55552

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.falkenhagen-mark.de

Einwohnerzahl:  693 (Stand 31.12.2018)

 

Verkehrsanbindung:

Falkenhagen (Mark) ist über die B 5 in 3 km Entfernung mit Berlin und Frankfurt (Oder) verbunden. Bahnanbindung besteht in Briesen (13 km) Richtung Berlin und Frankfurt (Oder) und in Gusow (17 km) Richtung Berlin und Küstrin-Kietz.

 

WappenFalkenhagen (Mark)

Die Gemeinde Falkenhagen (Mark) zählt zu den reizvoll gelegenen Orten inmitten der Lebusplatte zwischen Oderbruch und Fürstenwalder Spreeniederung. Seen, Waldbestände, lockere Bebauungsstruktur und geringes Verkehrsaufkommen gewährleisten gute reizmilde klimatische Verhältnisse. Mit im Mittel jährlich ca. 1660 Stunden Sonnenschein sind außerdem recht gute Strahlungsbedingungen gegeben.

 

Zur Gemeinde Falkenhagen (Mark) gehören die Ortsteile Regenmantel und Georgenthal. Ein Quellgebiet bei Georgenthal bildet den südlichen Bereich des  "Falkenhagener-Platkower Mühlenfließes". Falkenhagen wird im Osten und im Westen sichelförmig von zwei Seenketten umschlossen, die in das Mühlenfließ münden.  Das vielartige Mischwaldgebiet der "Falkenhagener Heide" im hügeligen Gelände einer typischen Endmoränenlandschaft bieten dem Wander- u. Naturfreund ein ideales und in der Artenvielfalt von Flora und Fauna sehr abwechslungsreiches Wandergebiet mit hohem Erholungswert.  Badestellen am Gabelsee, am Schwarzen See und am Diecksee sowie unterschiedliche Möglichkeiten für Sport und Spiel schaffen ebenfalls Voraussetzungen für eine abwechslungsreiche Erholung.

 

Falkenhagen gehört mit 100 Hufen zu den größten und ältesten Siedlungen im Lebuser Land und hatte bis zum 17. Jahrhundert als ein kleiner aber wirtschaftlich bedeutsamer Ort sogar Marktrecht. Das Marktrecht wurde Falkenhagen als Folge des 30jährigen Krieges entzogen.

 

Auf dem Nord-Ost-Steilufer am Schwarzen See wurde 1795 von Franz Alexander von Kleist ein Herrenhaus im italienischen Stil vollendet. 1854 ließ Baronin von Eckardstein das Herrenhaus zu einem Schloss im englischen Tudorstil umbauen. Das Schloss fiel 1939 dem Aufbau einer heereseigenen Industrieanlage in der Falkenhagener Heide zum Opfer.

 

Der historische Gutshof und die inzwischen renovierte mächtige Feldsteinkirche mit dem ursprünglichen Grundriss einer großen Basilika belegen, dass Falkenhagen in der Vergangenheit ein bedeutsamer Ort im Lebuser Land gewesen sein muss.

 

Die Feldsteinkirche beherbergt u.a. Zeugnisse der 300-jährigen Herrschaft derer von Hohndorff bis 1773.

 

Im Turm der ehemaligen Basilika mit Feldsteinmauerwerk ist eine ständige Ausstellung über den Kampfstoff Giftgas „Sarin“ im 1. und 2. Weltkrieg zu besichtigen. Sie können hier außerdem Hinweise über die "Geheimnisse in der Falkenhagener Heide von 1938 bis 1992" erfahren.

 

Das für unsere Region untypische "Schweizerhaus" ließ Baronin von Eckartstein 1851 errichten. Heute befindet sich hierin eine Gaststätte.

 

Regenmantel

Grabfunde im südlichen Teil der Gemarkung Falkenhagen bestätigen, dass in vorslawischer Zeit burgundische und vandalische Stämme ansässig waren. Der Name Regenmantel lässt sich aus den Worten: Mantel = Kiefer bzw. Fichte (Wahrzeichen der Burgunder und Vandalen) und Ragineis = Ratgeber, Weiser (ein Hinweis auf einen Einsiedler) herleiten.

 

Georg Abraham von Hohendorff ließ 1745 das 3 km westlich von Falkenhagen, an der Grenze zur Gemarkung Heinersdorf liegende, Vorwerk „Regen Mantel“ amtlich registrieren.

 

Das Vorwerk Regenmantel gehörte bis 1945 zum damaligen Rittergut Falkenhagen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Regenmantel viele Umsiedler sesshaft, die hier durch die Bodenreform Grund und Boden erhielten.

 

Georgenthal

Vor 1756 legte der Rittergutsbesitzer von Falkenhagen, Georg Abraham von Hohendorff, 3 km südlich vom Gutshof ein Vorwerk in der Talsenke an, dem er seinen Namen Georg gegeben hat – Georgenthal -. Auf Verordnung Friedrich II. vom 03.02.1756 hatte von Hohndorff ausländische (nicht preußische) Familien auf seine Kosten anzusiedeln, das geschah u.a. in Georgenthal. Ab 1776 führte Georgenthal die Bezeichnung Kolonie und hatte einen eigenen Schulzen. Eingekircht war die Kolonie zu Falkenhagen, hatte jedoch einen eigenen Friedhof. Der Schulbesuch erfolgte ebenfalls in Falkenhagen.


Beim Ausbau der Chaussee von Berlin nach Frankfurt (Oder) um 1800 zwischen Heinersdorf und Treplin wurde ein Umweg über Georgenthal – Petershagen realisiert, weil die Generalpächterin von Falkenhagen, Madam Blum, für das abzutretende Land einen zu hohen Preis verlangte. In Georgenthal entstand ein Chausseehaus.


Georgenthal erhielt 1756 das Recht auf Bier- u. Branntweinausschank.


1938 wurde die kleine, schulisch und kirchlich unselbständige Landarbeiterkolonie nach Falkenhagen eingemeindet.


Der letzte Besitzer der Gastwirtschaft des "Grundkruges" war der größte Bauer des Ortes. Heute befindet sich im ehemaligen Grundkrug ein Ferienhof.

 

Sport und Freizeit:
Die Gemeinde verfügt über ein Sport- u. Freizeitzentrum. Badelustige und Petrijünger kommen an den zahlreichen Seen voll auf ihre Kosten. Kähne und Fahrräder können ausgeliehen werden.

 

Sport- und Freizeitanlage am Schwarzen See mit Minigolfanlage, Volleyball- Basketball- und Tennisplatz