Regenmantel
Grabfunde im südlichen Teil der Gemarkung Falkenhagen bestätigen, dass in vorslawischer Zeit burgundische und vandalische Stämme ansässig waren. Der Name Regenmantel lässt sich aus den Worten: Mantel = Kiefer bzw. Fichte (Wahrzeichen der Burgunder und Vandalen) und Ragineis = Ratgeber, Weiser (ein Hinweis auf einen Einsiedler) herleiten.
Georg Abraham von Hohendorff ließ 1745 das 3 km westlich von Falkenhagen, an der Grenze zur Gemarkung Heinersdorf liegende, Vorwerk „Regen Mantel“ amtlich registrieren.
Das Vorwerk Regenmantel gehörte bis 1945 zum damaligen Rittergut Falkenhagen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Regenmantel viele Umsiedler sesshaft, die hier durch die Bodenreform Grund und Boden erhielten.
Georgenthal
Vor 1756 legte der Rittergutsbesitzer von Falkenhagen, Georg Abraham von Hohendorff, 3 km südlich vom Gutshof ein Vorwerk in der Talsenke an, dem er seinen Namen Georg gegeben hat – Georgenthal -. Auf Verordnung Friedrich II. vom 03.02.1756 hatte von Hohndorff ausländische (nicht preußische) Familien auf seine Kosten anzusiedeln, das geschah u.a. in Georgenthal. Ab 1776 führte Georgenthal die Bezeichnung Kolonie und hatte einen eigenen Schulzen. Eingekircht war die Kolonie zu Falkenhagen, hatte jedoch einen eigenen Friedhof. Der Schulbesuch erfolgte ebenfalls in Falkenhagen.
Beim Ausbau der Chaussee von Berlin nach Frankfurt (Oder) um 1800 zwischen Heinersdorf und Treplin wurde ein Umweg über Georgenthal – Petershagen realisiert, weil die Generalpächterin von Falkenhagen, Madam Blum, für das abzutretende Land einen zu hohen Preis verlangte. In Georgenthal entstand ein Chausseehaus.
Georgenthal erhielt 1756 das Recht auf Bier- u. Branntweinausschank.
1938 wurde die kleine, schulisch und kirchlich unselbständige Landarbeiterkolonie nach Falkenhagen eingemeindet.
Der letzte Besitzer der Gastwirtschaft des "Grundkruges" war der größte Bauer des Ortes. Heute befindet sich im ehemaligen Grundkrug ein Ferienhof.